10 Jahre EPICC

Das trinationale Polizeizentrum EPICC (Euregionales Polizei-Informations- und Kooperationszentrum) in Heerlen feierte am 18.11.2015 sein 10-jähriges Bestehen.

Zu Gast waren unter anderem Bernd Christ, Referatsleiter im Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW, Sandor A.F. Gaastra, Generaldirektor für die Polizei im Ministerium für Sicherheit und Justiz der Niederlande und Oliver Paasch, Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.

Sie halten das EPICC für einen wichtigen Bestandteil bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität in der Euregio-Maas-Rhein und darüber hinaus.

Das Konzept ist erfolgreich. Nicht nur bei der aktuellen Terrorbekämpfung kommen grenzüberschreitende Ermittlungen zum Einsatz. Typische Beispiele sind Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle. Straftäter verteilen ihre kriminellen Aktivitäten – die Vorbereitung, die Tathandlung und die Verwertung ihrer Beute – auf mehrere Länder, um sich einer Strafverfolgung und Festnahme zu entziehen.

Polizeibeamte auf der Straße und in den Ermittlungsdienststellen haben deshalb einen hohen Informationsbedarf. In den polizeilichen Datenbanken der einzelnen Länder sind viele wichtige Erkenntnisse enthalten. Im EPICC befinden sich 30 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland, die gemeinsam an einem Tisch schnell und effizient die benötigten Daten zusammenführen, aufbereiten und den Ermittlern zur Verfügung stellen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürger.


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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 03. Dezember 2015 12:47

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Jahreshauptversammlung 2015

Jahreshauptversammlung der NeBeDeAgPol am 01.10.2015
  
Mit Bildern von geschlossenen Schlagbäumen und langen Staus aufgrund der Grenzkontrollen startete die diesjährige Jahreshauptversammlung im Europasaal des Ministeriums der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in Eupen. Manch jüngerer Teilnehmer hat die geschlossenen Grenzen gar nicht mehr in Erinnerung und wurde in einem kurzen Filmbeitrag in die Vergangenheit entführt. Drei „Urgesteine“ der internationalen Zusammenarbeit in der Euregio-Maas-Rhein schilderten in einem Treffen am Dreiländereck eindrucksvoll ihre ganz persönlichen Erinnerungen. Philippe Hilligsmann (B), Reinhard Pitz (D) und Ad Geus (NL) zeichneten nochmals den langen Weg von den geschlossenen Grenzen bis hin zum heutigen offenen Europa und der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit auf.  

Nach dem Grußwort der Steuerungsgruppe durch den Vorsitzenden André Desenfants ging Céline Marchal, die Beraterin des Ministerpräsidenten der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, in ihrer Begrüßungsrede auf die besondere Bedeutung der trinationalen Zusammenarbeit mit Blick auf die gestiegenen Gefahren durch den islamistischen Terrorismus nach den Anschlägen in Paris ein. Als erster Schwerpunkt des Vormittages stand das Thema „Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität“ auf der Agenda. Hier berichteten drei erfahrene Kriminalbeamte über die aktuelle Lageentwicklung in der Euregio-Maas-Rhein.

Insbesondere mobile Einbrecherbanden, die extra für ihre Straftaten anreisen, viele Einbrüche in kurzer Zeit begehen und  dann wieder untertauchen,  stellen für die Ermittler eine große Herausforderung dar. Hervorgehoben wurde von allen drei Kriminalisten der täterorientierte Ansatz, der zunehmend Erfolge zeigt. Erläutert wurden auch weitere rechtliche, technische  und organisatorische Möglichkeiten, um die Bekämpfung dieser grenzüberschreitenden Kriminalitätsform weiter zu verstärken. Die Facharbeitskreise Einsatz, Verkehr, Kriminalität, Aus- und Fortbildung, Öffentlichkeitsarbeit sowie das EPICC präsentierten ihre Berichte und stellten dabei die Arbeitsschwerpunkte und die gemeinsamen grenzüberschreitenden Aktionen des letzten Jahres dar.
 

Mit Spannung verfolgten die Teilnehmer im Schwerpunktthema des Nachmittags die Situationsberichte über die Entwicklung des Radikalismus und Extremismus in der Euregio-Maas-Rhein. Auch bei diesem Thema wurde deutlich, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein entscheidender Baustein bei der polizeilichen Bekämpfung dieses Phänomens darstellt. Nach einem regen Gedankenaustausch in der anschließenden Podiums-diskussion beendete André Desenfant mit einem Schlusswort die Versammlung. Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei der Stichting Euregio-Maas-Rhein für die große Unterstützung der Durchführung der Veranstaltung.

 

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 02. Oktober 2015 12:00

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Fietstocht 2015 in NL-Eygelshoven

Eine sehr ansprechende Fietstocht erlebten 215 Kolleginnen und Kollegen aus NL-B-D am vergangenen Freitag, 25.09.2015, mit Start im niederländischen Eygelshoven. Die 22. Auflage dieser seit 1993 jährlich stattfindenden grenzüberschreitenden Veranstaltung war von den Kollegen aus Limburg wieder bestens organisiert.

Abwechslungsreiche Streckenführungen - schönes Begleitprogramm - hervorragende Verpflegung, dazu das passende Wetter, all das bildeten die Rahmenbedingungen für die beiden ausgewählten Touren über 45km + 90km.

Die Kolleginnen und Kolleginnen nutzen die Veranstaltung sowohl für ihre sportlichen Ambitionen und noch viel mehr für eine Vielzahl von Gesprächen mit den jeweiligen polizeilichen „Nachbarn“. In Vertretung der jeweiligen Behördenleiter eröffneten die Kollegen Paul Wolfs (NL), Heinz-Jörg Pionke (D) und Jean-Marc Demelenne (B) die Veranstaltung in bewährter Tradition.

Als besonderer Gast begrüßte Jörg Malejka (LR Düren) die Teilnehmer und lud als Veranstalter im Jahr 2016 zur Fiestocht nach Düren ein – eine schöne Geste.

   

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 02. Oktober 2015 11:44

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