Jahreshauptversammlung 2015

Jahreshauptversammlung der NeBeDeAgPol am 01.10.2015
  
Mit Bildern von geschlossenen Schlagbäumen und langen Staus aufgrund der Grenzkontrollen startete die diesjährige Jahreshauptversammlung im Europasaal des Ministeriums der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens in Eupen. Manch jüngerer Teilnehmer hat die geschlossenen Grenzen gar nicht mehr in Erinnerung und wurde in einem kurzen Filmbeitrag in die Vergangenheit entführt. Drei „Urgesteine“ der internationalen Zusammenarbeit in der Euregio-Maas-Rhein schilderten in einem Treffen am Dreiländereck eindrucksvoll ihre ganz persönlichen Erinnerungen. Philippe Hilligsmann (B), Reinhard Pitz (D) und Ad Geus (NL) zeichneten nochmals den langen Weg von den geschlossenen Grenzen bis hin zum heutigen offenen Europa und der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit auf.  

Nach dem Grußwort der Steuerungsgruppe durch den Vorsitzenden André Desenfants ging Céline Marchal, die Beraterin des Ministerpräsidenten der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, in ihrer Begrüßungsrede auf die besondere Bedeutung der trinationalen Zusammenarbeit mit Blick auf die gestiegenen Gefahren durch den islamistischen Terrorismus nach den Anschlägen in Paris ein. Als erster Schwerpunkt des Vormittages stand das Thema „Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität“ auf der Agenda. Hier berichteten drei erfahrene Kriminalbeamte über die aktuelle Lageentwicklung in der Euregio-Maas-Rhein.

Insbesondere mobile Einbrecherbanden, die extra für ihre Straftaten anreisen, viele Einbrüche in kurzer Zeit begehen und  dann wieder untertauchen,  stellen für die Ermittler eine große Herausforderung dar. Hervorgehoben wurde von allen drei Kriminalisten der täterorientierte Ansatz, der zunehmend Erfolge zeigt. Erläutert wurden auch weitere rechtliche, technische  und organisatorische Möglichkeiten, um die Bekämpfung dieser grenzüberschreitenden Kriminalitätsform weiter zu verstärken. Die Facharbeitskreise Einsatz, Verkehr, Kriminalität, Aus- und Fortbildung, Öffentlichkeitsarbeit sowie das EPICC präsentierten ihre Berichte und stellten dabei die Arbeitsschwerpunkte und die gemeinsamen grenzüberschreitenden Aktionen des letzten Jahres dar.
 

Mit Spannung verfolgten die Teilnehmer im Schwerpunktthema des Nachmittags die Situationsberichte über die Entwicklung des Radikalismus und Extremismus in der Euregio-Maas-Rhein. Auch bei diesem Thema wurde deutlich, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein entscheidender Baustein bei der polizeilichen Bekämpfung dieses Phänomens darstellt. Nach einem regen Gedankenaustausch in der anschließenden Podiums-diskussion beendete André Desenfant mit einem Schlusswort die Versammlung. Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei der Stichting Euregio-Maas-Rhein für die große Unterstützung der Durchführung der Veranstaltung.

 

IMG 0553 klein    IMG 0592 klein

 

IMG 0617 klein    IMG 0654 klein